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Geschichte > Nieder-Ramstadt > Persönlichkeiten

Stand: 04.07.2012

 

 

 


 

Georg Wendel Kilian

Im Herbst 1905 gab es für die Gemeinde Nieder-Ramstadt eine angenehme Überraschung. In Frankfurt starb der in Nieder-Ramstadt geborene frühere Metzgermeister Georg Wendel Kilian, der die Gemeinde als seine Universalerbin eingesetzt hatte. Die Odenwälder Nachrichten berichteten (Karl-Heinrich Schanz):




Die Erbschaft betrug nach Abzug einiger Legate sowie der Auflage, für 10000 Mark ein Denkmal für die Teilnehmer des Krieges 1870/71 zu errichten, 300.000 Mark. Allerdings prozessierten entfernte Verwandte, die nach dem Testament leer ausgegangen waren, gegen die Gemeinde und erreichten einen Vergleich, durch den sie einen gewissen Anteil an der Erbschaft erhielten. Nach Abzug von Legaten – u.a. 10.000 Mark zur Errichtung eines Kriegerdenkmals hier, 5.000 Mark für die Armen – beträgt die Erbschaft noch 180.000 Mark.“

Im Jahre1912 wurde der wesentliche Teil des Vermächtnisses erfüllt und das mächtige Monument zum Andenken an die Opfer des Krieges 1870/71 eingeweiht. Die Gemeinde wählte den Standort unter der Friedenslinde, die zusammen mit einer Freitreppe zu der Stützmauer und Jugendstilleuchten als eindrucksvolles Ensemble die Dorfmitte prägte. Es wurde komplett 1966 dem Durchgangsverkehr geopfert.

Zum Andenken an den Wohltäter benannte die Gemeinde Nieder-Ramstadt den Gummiweg in Kilianstraße.

Text:
Volker Teutschländer





„Kilians Häuschen“
in dem Gemälde von Schilbach
im Vordergrund links
(in der Nähe der heutigen Metzgerei Knapp)