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Geschichte > Nieder-Ramstadt > Gewerbe

Stand: 5. Jan 2013

 

 

 


 

Hof Bayer; Handwerkerfleiß und städtebaulicher Weitblick

Es waren die Jahre der wirtschaftlichen Blüte im Deutschen Reich Ende des 19. Jahrhunderts. Da konnte es eine Handwerkerfamilie mit Fleiß und unternehmerischer Umsicht zu ansehnlichem wirtschaftlichem Erfolg bringen. Unvorhergesehenes aber verlangte den Menschen trotz aller günstigen Begleitumstände Flexibilität ab.
Die
kleinen Dynastie von vier Generationen wird aus der Sicht von Frieda Bayer, verh. Mühr, geschildert, die aus einem langen Leben und aus den Erinnerungen Älterer in sorgfältigen Details zu berichten weiß. Ihr „hereingeschneiter“ Ehemann Ernst Mühr aus dem Sauerland, branchenfremd auf dem Hof, hat vorbildlich Erhaltenswertes und Aussagekräftiges aufbewahrt.

Die vier Generationen der kleinen Dynastie

Die Ururgroßeltern von Frieda Mühr und ihrer Schwester Hildegard Neumeister † bewirtschaften eine kleine Bauerei (Landwirtschaft) im ältesten Teil Nieder-Ramstadts, im Unterdorf, dort im unteren Abschnitt mit dem weitgehend vergessenen Namen Untergasse, heute Kirchstraße 41. Hier kommt Urgroßvater Philipp Bayer 1837 auf die Welt. Er wird Elisabethe (Lisette) Leißler, geboren 1840, aus Traisa heiraten.

Für die jungen Eheleute wird die Existenzsicherung nicht leichter, als Philipps Eltern und alle vier Geschwister nach Südamerika auswandern in der Hoffnung, die politische und räumliche Enge der alten Heimat mit größerer persönlicher und wirtschaftlicher Freiheit zu vertauschen. Immerhin müssen Philipp und Lisette den kleinen Hof im Unterdorf nicht auch noch mit Geschwistern teilen. Es gelingt ih­nen, eine etwas größere Hofreite in der Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) 8 zu er­werben.

Es ist damals durchaus schon eine Zeit wirtschaftlicher und sozialer Umbrüche, wenn auch noch weit entfernt von der Aufbruchstimmung, die nach der Reichsgründung 1871 bis in die Dörfer des Odenwaldes, also auch nach Nieder-Ramstadt hinein, wirken.

Im dritten Drittel des 19. Jahrhunderts siedeln Philipp und Lisette um in den angekauften Hof in der Traisaer Gasse (heute: Bahnhofstraße), links (südlich) neben dem heutigen Bayerhof mit der Hausnummer 10. Sie beziehen das Haus in der Absicht, es künftig als Familien-Wohnhaus zu nutzen und auf dem benachbarten, noch unbebauten Grundstück ein Geschäfts­haus sowie Betriebsgebäude für Bau- und Möbelschreinerei und Landwirtschaft zu errichten.

Bayers bringen von der Bauerei in der Kirchstraße immerhin 56 Morgen Ackerland mit. Ein Morgen Land mißt einen Viertelhektar (= 2 500 qm). Das ist für die damalige Zeit eine tragfähige Betriebsgröße für einen Vollerwerbsbetrieb in der engen Tallage des Mühltals. Wohlstand läßt sich damit zwar nicht erarbeiten. Bayers planen dennoch, die Landwirtschaft auch nach dem Bau der geplanten Holzbearbeitungswerkstätten beizubehalten, sozusagen als ein zweites wirtschaftliches Standbein.

1868 wird Philipps und Lisettes Sohn Peter geboren. Er wird das Schreiner- und Zimmerhandwerk erlernen, die Meisterprüfung als Schreiner (Tischler) ablegen. Peter heiratet 1891 Barbara Krug, geboren 1869. Die Krugs sind wie die Bayers eine alteingesessene Nieder-Ramstädter Sippe. Das Paar, die Großeltern von Frie­da und Hildegard, wohnen zunächst auch in dem Haus Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) Nr. 8. Hier wird 1895 ihr Sohn Friedrich geboren, der Vater von Frieda und Hildegard.

Der Hof

Philipp und Sohn Peter beginnen auf dem Nachbargrundstück Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) Nummer 10 mit dem Aufbau des jetzigen Hofes. Das ist zuerst die große und moderne Schreinerei-Werkstatt in einem langen Flügel entlang der südlichen Grundstücksgrenze. Dazu gehören Betriebsräume für eine Glaserei und Lackiererei sowie einen Baustoffhandel.

Es ist der langgestreckte Bau, der sich dem heutigen Besucher linker Seite erschließt, wenn er durch die Torhalle den Hof betritt. Das offene Dachgeschoß dient der Lagerung und dem Trocknen des Holzes, das Bayers in der eigenen Zimmerei selbst vorbearbeitet haben. Es kann ja seinerzeit nicht wie heute beim Holz-Großhandel eine Bestellung aufgegeben werden, der das Material dann fertig für die Endverarbeitung anliefert. Bearbeitet und hergestellt werden alle Holzgewerke am Bau sowie alle Arten von Wohnmöbeln.

Neben dem Holzlager und – im hinteren Teil des Werkstatt-Flügels – befinden sich Unterkünfte für ledige oder einpendelnde Gesellen oder Hilfskräfte, denen neben dem Lohn auch Kost und Logis geboten werden bis hin zum Familienanschluß, Wäschewaschen inbegriffen. Ein Meister steht alleine in der Holzbearbeitung bis zu 18 Gesellen in den Werkstätten und auf auswärtigen Baustellen vor.

Jeder Mitarbeiter besitzt einen eigenen Hängeschrank für Persönliches und Werkzeug. Zwei dieser Kästen hängen heute am ehemaligen Pferdestall und dienen der Aufbewahrung anderer Utensilien.

Der Hof ist nach Westen offen zu den landwirtschaftlichen Flächen eigenen Grundes, auf denen Philipp Bayer und Sohn Peter beginnen, ganze Straßenzüge zu erschließen und mit Wohn- und Geschäftshäusern zu bebauen. Die heutigen Scheuern und Stallungen, die den Hof zu einem Geviert nach Norden und Westen hin begrenzen, sind jüngeren Baujahrs.

Das dreistöckige Geschäftshaus in der Straßenflucht der Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) 10 entsteht gleich im Anschluß an die Fertigstellung der Betriebsgebäude. Von 1907 bis 1910 dauern die Bauarbeiten. Es soll in erster Linie als modernes Möbelhaus im heutigen Sinne dienen, also mit Ausstellungs- und Verkaufsräumen für die im eigenen Betrieb hergestellten Möbel.

Aber auch für Wohnnutzungen werden für die damalige Zeit modernste Erkenntnisse angewandt, beispielsweise daß alle Versorgungsleitungen unter Putz verlegt oder Wasserklosetts in den Wohnungen eingerichtet werden. Die Gemeinde Nieder-Ramstadt richtet 1909 ein Elektrizitätswerk in der Brückenmühle ein, gerade rechtzeitig, daß das Geschäftshaus von Anfang an mit elektrischem Strom versorgt werden kann. Das Geschäftshaus wird 1910 bezugsfertig – es soll kein Grund für ein Jubelfest werden.

Soziale Verantwortung

Philipp Bayer und Sohn Peter mit ihren Frauen halten eine Menge Arbeits­plätze vor, die für eine große Zahl von Familien am Ort wichtige, überwiegend einzige Erwerbsquelle sind. Bayers arbeiten schwer, sie schenken auch den Angestellten und Tagelöhnern in der Holzverarbeitung und den Nebengewerken wie Glaserei und Lackiererei, in der Ziegelbrennerei, in der Landwirtschaft, in der Haus- und Hofwirtschaft nichts. Immerhin sind um die Jahrhundertwende 1900 gesetzliche Regelungen über Sozialversicherung, Urlaubsanspruch oder heute gängige Tarifbedingungen allenfalls in Ansätzen vorhanden. Aber die Arbeitgeber-Familien Bayer zeigen soziale Verantwortung für die von ihnen abhängigen Arbeitskräfte und deren Familien. Das geschieht in der Überlassung von Naturalien neben dem Geldlohn, in der Unterstützung in den Wechselfällen des Lebens oder gar in der Aufnahme junger Menschen in den eigenen häuslichen Kreis oder sogar in die Familiengemeinschaft.

Philipp Bayer übernimmt eine ganze Reihe von Vormundschaften für (im heutigen Sinne) Pflegekinder und unterstützt andere Hilfsbedürftige. Mehrere „Frankfurter Kinder“ nimmt seine Familie im Hause auf und läßt ihnen nicht nur materielle Sicherheit, sondern auch Heim und Erziehung angedeihen. „Frankfurter Kinder“ sind ein in Nieder-Ramstadt seit mehreren Generationen geläufiger Begriff für Kinder aus Frankfurter Waisen- oder Kinderheimen, die Bayers, aber auch andere örtliche Familien aufgenommen haben.

Zu Philipp Bayers sozialer Einstellung gehört es, sich in der örtlichen Gemein­schaft seines Heimatortes einzubringen. Er ist wie selbstverständlich dabei, als 1881 der Kreisfeuerwehrinspektor zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr aufruft.

Philipp Bayer eröffnet vor der Jahrhundertwende 1900 auf dem eigenen Grund und Boden westlich der Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) die Bebauung völlig neuer Straßen. Seiner sozialen Grundhaltung entspricht es, daß er eine Vielzahl von „Arbeiterwohnhäusern“ errichtet. Sohn Peter, dafür bestens ausgebildet, steigt mit Ideen und Tatkraft in das Geschäft ein.

Das Bauunternehmen Bayer und Sohn ist weitgehend „Selbstversorger“. Mit der Bau- und Möbelschreinerei beginnt das Projekt „Wohnungsbau“, die Zimmerei auf dem Hof ist die zweite Komponente. Einfallsreich und tüchtig eröffnen sie auf eigenem Grund (heute Ecke Gartenstraße/Schulstraße) eine Feldbrennerei, um Ziegelsteine für die eigenen Baustellen herzustellen.

Es liegen Belege in Form von Bestellscheinen und Rechnungen dafür vor, daß Bayers Ziegelsteine auf Bestellung zum Verkauf an externe Baustellen gebrannt und geliefert werden. Die Ziegelei ist somit gar noch ein Standbein für den vielseitigen Handwerksbetrieb. Lehm, der Rohstoff für die Ziegelbrennerei, liegt vor der Tür. Auf der westlichen Stiftstraßenseite ist in der Häuserreihe eine Lücke ausgespart: Der Zugang zur hangaufwärts gelegenen Lehmgrube. 1922/23 baut an dieser Stelle das Arbeiter-Sportkartell seine Turnhalle. 1960 übergibt der TSV als Nachfolgeverein das Gelände an die Gemeinde Nieder-Ramstadt, die darauf einen modernen Kindergarten errichtet.

„Russenplatz“ heißt die Feldbrennerei bei allen Beteiligten und im Dorf. Über die Jahre arbeiten der Russenplatz, aber auch die anderen Betriebszweige, nicht nur mit angestellten Kräften und Tagelöhnern, sondern auch mit ausländischen Saisonarbeitern, vornehmlich mit russischen Entgegen immer wieder gehörter Meinung rührt der Name Russenplatz dennoch nicht von den zahlreich eingesetzten russischen Wanderarbeitern her. Und auch nicht von außer Maß geratenen oder „rußig“ gebrannten Ziegelsteinen. „Russen“ ist vielmehr ein Odenwälder Aus­druck für Ziegelsteine jeder Art. In der Region bekannte Ziegelfabri­ken heißen im Volksmund oder sogar amtlich in Katasterunterlagen „Russenfabrik“ - so auch die gewesene große industriell arbeitende Ziegelei in der Nieder-Ramstädter Mordach.

Auf dem Gelände des früheren Russenplatzes sind ab 2001 Reihenhäuser gebaut worden. Beim Ausschachten der Baugruben sind die Bagger auf Schichten von Ziegelgruß und Asche von teilweise 50 cm Mächtigkeit gestoßen – Rückstand und Dokument des Standortes der Bayerschen Feldbrennerei.

Der „soziale Wohnungsbau“

Bayers erbringen mit der baulichen Erschließung des unteren Pfaffenberges eine entscheidende Leistung für die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde Nieder-Ramstadt. Dadurch entsteht die nahezu vollständige Bebauung der Ludwigstraße (heute Steinstraße), der Stiftstraße und der Schulstraße. Dazu kommen einige Häuser in der Bahnhofstraße sowie in der näheren und in der weiteren Umgebung. Insgesamt liegen Belege über den Bau von 71 Häusern durch die Betriebe von Philipp Bayer und Sohn vor. Die Ludwigstraße wird 1976 im Zusammenhang mit der Bildung der neuen Gemeinde Mühltal in Steinstraße umbenannt. Die Chance, das Werk der Bayers mit einer „Bayerstraße“ zu würdigen, wurde nicht erkannt.

Gebaut werden im wesentlichen Ein- und Zweifamilienhäuser mit kleinen Neben­gebäuden, deren Gewerke nahezu vollständig in eigenen Betriebszweigen ausgeführt werden: Angefangen von der Herstellung der wichtigsten Baustoffe, nämlich der Ziegelsteine (heimisch: „Backsteine“), aller Holzarbeiten vom Gebälk bis zu den Gewerken der Bauschreinerei und der Innenausstattung der Häuser. Bayers errichten diese Wohngebäude, um sie dann schlüsselfertig zu verkaufen. Etliche der Häuser werden nicht nur schlüsselfertig, sondern sogar möbliert, nämlich mit den Möbeln aus der eigenen Bayerschen Schreinerei, verkauft.

Die Architektur entspricht dem Stil der Zeit um die 1900er Jahrhundertwende. Ansichten ähneln sich häufig, was an mehreren Stellen auch nach hundert Jahren (2010) noch auffällt. Bayers bedienen sich offenbar schon einer gewissen standardisierten Bauweise, um das Konzept ihrer Arbeiterwohnhäuser auch mit einem begünstigenden Kostenfaktor zu ergänzen.

An ihren „Arbeiterwohnhäusern“ kommt der zuvor beschriebene soziale Aspekt zum Ausdruck: Vater Philipp und Sohn Peter wie auch ihre Frauen haben nicht vergessen, daß sie selbst „aus kleinen Verhältnissen“ stammen. Es ist die Zeit, in der auf Nieder-Ramstadts grünen Auen in großer Zahl Sommer-, Kur- und Erholungsheime sowie Künstler- und Gelehrten-Wohnsitze entstehen – ganz in der Absicht der Gemeinde Nieder-Ramstadt, „betuchte Bürger“ (O-Ton Gemeindevertreter-Beschluß) anzusiedeln. Bayers aber erkennen den großen Bedarf im Dorf an Wohnraum für die ansteigende Zahl von einheimischen Arbeiter-Familien.

Im bis dahin von Landwirtschaft und Mühlengewerbe geprägten Dorf hat eine Umwälzung der Einwohnerstruktur begonnen. Initialzündung ist der Bau der Odenwaldbahn, der Arbeitern das Pendeln zu industriellen Arbeitsstätten in der weiteren Umgebung ermöglicht. Am Ort entstehen nicht-landwirtschaftliche Arbeitsplätze in großer Zahl nicht nur in den verschiedenen neuen Heimen, sondern in Gewerbebetrieben wie den Zündholzfabriken, dem Wingertsberg-Steinbruch, der Backsteinfabrik in der Mordach oder bei Wacker und Dörr.

Es ist die Zeit, in der das „Häuschen“ im Hof noch weithin Gewohnheit ist. Es ist aber die Zeit des Umbruchs, während der sich WC im Treppenhaus („im Halbstock“) vorübergehend durchsetzen. Bei manchem neuen Hauseigentümer kommt die Einsicht Jahrzehnte später: „Ach, hätten wir das Örtchen doch gleich in die Wohnung einbauen lassen.“ Es ist die Zeit, in der allenthalben öffentliche Trinkwasserversorgungen geschaffen werden. Unter Zeitdruck wird in Nieder-Ramstadt 1900 das gemeindliche Wasserwerk gebaut, nachdem zehn Jahre zuvor dreißig Fälle von Typhus in der Gemein­de zu registrieren sind – eindeutig wegen der katastrophalen sanitären und hygienischen Verhältnisse. Die Menschen versorgen sich bis dahin mit Trink- und Brauchwasser aus ungeschützten Brunnen und abwasserverseuchten Fließgewässern, nämlich aus der Modau, dem Waschenbach, der Mordach und den vielen Mühlbächen. Zumindest Bayers Bauten seit 1901 können vor Fertigstellung mit fließendem Wasser versorgt werden.

Es ist auch die Zeit, als allenthalben elektrischer Strom in den Häusern Einzug hält. In Nieder-Ramstadt erzeugt die eine oder andere Wassermühle Strom, der kaum für den eigenen Bedarf ausreicht. Eine öffentliche Stromversorgung wird erst ermöglicht, als die Gemeinde Nieder-Ramstadt 1909 in der Brückenmühle ein Elektrizitätswerk einrichtet, gespeist mit der Energie aus der Wasserkraft der Modau. Da ist der größte Teil der Bayerschen Häuser bereits vollendet. Die Stromversorgung über Dachständer, Hausanschlüsse unter dem Dach und die Leitungen im Haus müssen nachträglich eingebaut werden.

Bayers Häuser bieten in der Regel Raum für eine Wohnung, in der Mansarde ist ggf. Platz für eine Art Einliegerwohnung. Auf den Grundstücken bestehen kleine Nebengebäude für Abstellräume, Brennstofflager oder auch für die Haltung von Kleinvieh, ein paar Hühnern oder einer „Kuh des kleinen Mannes“, d.h. eine Ziege zum Melken und – finalen – Verzehr. Größer ausgelegt sind einige Doppelhäuser, die nach Wünschen und Bedarf der Auftraggeber geplant werden und das Ortsbild gestaltende Punkte bis heute bilden.

Auch mit mehreren markanten Geschäftshäusern prägen die ländlichen Bauunternehmer Bayer das anwachsende Ortsbild Nieder-Ramstadts. Was bei der heutigen Schaffung moderner Wohnsiedlungen oftmals keine Rolle spielt (in Nieder-Ramstadt gibt es dafür Beispiele!), das haben Bayers schon vor und nach der Jahrhundertwende 1900 bedacht.

Sie realisieren um die neue Kreuzung Stiftstraße/Schulstraße einen Kern von Einrichtungen für die tägliche Bedarfsdeckung. Die dortigen Gebäude sind für Einzelhandelsläden und Gastronomie mit Versammlungsräumen geeignet. Südöstlich der Kreuzung (Stiftstraße 45) entsteht eine Bäckerei mit Bäckerladen, heute beherbergt das Haus einen Frisörsalon. Im Haus gegenüber, südwestlich der Kreuzung (Stiftstraße 44), wird eine Metzgerei eingerichtet, die einige Jahrzehnte besteht. Heute dient das Gebäude als Wohnhaus. „Kolonialwarenhandlungist seinerzeit das, was in anderen deutschen Landen auch „Gemischtwarenhandlungheißt, in der es Lebensmittel und Gegenstände des täglichen häuslichen Bedarfs zu kaufen gibt. Dafür haben Bayers seinerzeit das Haus nordwestlich der Kreuzung (Stiftstraße 46) konzipiert. Und als solches ist es nach den Gewerbeunterlagen im Gemeindearchiv auch genutzt worden. Heute beherbergt das Haus ein Dienstleistungsunternehmen.

Auf der nordöstlichen Ecke der Kreuzung (Stiftstraße 47) bauen Bayers ein stattliches Haus für Kommunikation und Geselligkeit für ansässige oder neu angesiedelten Menschen, das Gasthaus Bayerischer Hof. Das Haus erlebt ein wechselvolles Geschick: Aus dem Bayerischen Hof, der zuletzt als Kino genutzt wird, wird 1920 eine Kapelle für die neu entstehende katholische Pfarrgemeinde St. Michael bis zum Neubau einer katholischen Kirche 1959. Nachfolgende Eigentümerin wird die Gemeinde Nieder-Ramstadt, die den Bayerischen Hof als „Kulturhalle“ wieder für profane Festlichkeiten umnutzt. Inzwischen dient er wieder als Kapelle, und zwar als Heimstatt der evangelisch-freikirchlichen Baptistengemeinde.

In der Schulstraße Nr. 12 entsteht als Doppelhaus das Geschäftshaus, in dem jahrzehntelang ein Schuhgeschäft und später ein Versicherungsbüro ansässig ist. Es wird wie alle Bayer-Bauten auf eigenem Grund und Boden errichtet und grenzt auf der Grundstücks-Rückseite unmittelbar an den Bayerhof, indem es das Schulgrundstück „umschlingt“. Es ist längst
ausparzelliert, aber als Relikt aus jener Zeit steht im Garten des Bayerhofes hinter der Scheuer noch immer eine Zapfstelle der (stillgelegten) Wasserleitung, mit der ehemals der Bayerhof jenes neue Geschäfts-Doppelhaus versorgt.

In der Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) entsteht 1898 mit der Hausnummer 48 der zweistöckige Zweckbau im gefälligen Stil der Zeit.
Es ist als Postamt für Nieder-Ramstadt konzipiert und dient diesem Zweck über 60 Jahre, bis es für die Postdienste der angewachsene Bevölkerung zu klein geworden ist. Man bedenke: Heu­te gibt es für die viel größere Bevölkerungszahl eine Postagentur auf dem Bruch­teil der damaligen Betriebsfläche! Für eine Arztpraxis ist die Konzeption des alten Postamtes anschließend gut geeignet, vor allem wegen des separaten Schalterraum-Einganges, der einen Praxis-Eingang getrennt von der Arztwohnung zuläßt. Inzwischen dient „die Post“ als Zweifamilien-Wohnhaus und ist noch im Familienbesitz.

An der Einmündung der Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) in die „neue Chaussee“ (heute
Odenwaldstraße) entsteht ein weiteres, besonders markantes Geschäftshaus, der für die damaligen örtlichen Verhältnisse großzügige Gasthof Chausseehaus. Die Chaussee „zwischen den Schachenmühlen und dem Forsthaus Emmelinenhütte“, wie diese Teilstrecke der heutigen Bundesstraße 449 damals amtlich beschrieben wird (heutiger Sprachgebrauch: „Zwischen dem Dreieck und dem Trautheim“), ist 1898 gerade erst fertig geworden. Sie erfüllt den Zweck einer Umfahrung Nieder-Ramstadts, weil der Wagenverkehr aus dem oberen Modautal in Richtung Rhein-Main-Gebiet bis dahin den Weg von der Münstergasse über die Fahrstraße (heute Dornwegshöhstraße), den Dornberg und die Bismarckstraße (heute Alte Darmstäd­ter Straße) nehmen muß.

Für die damals noch selten motorisierten Fuhrleute deckt der neue Gasthof an dieser verkehrsgünstigen Stelle einen Bedarf: Hier läßt sich gut rasten, das mitge­brachte Butterbrot auspacken und vielleicht ein Bier da
zu trinken, während ihre Pferde ausgespannt und gefüttert werden. 1986 wird das Chausseehaus für die Erweiterung des benachbarten Werkes für Kunststoffverarbeitung geschleift. Der gute Ruf des Hauses hat im Laufe der Jahrzehnte den Namen Chausseehaus auf die Umgebung mit Straßenknoten, Haltestellen und Sportstätten übertragen, so daß der Name inzwischen sogar in einem sehr viel jüngeren Gasthaus fortlebt.

Das Schicksalsjahr 1910

Das so blühende Bauunternehmen Bayer und Sohn nimmt nach kaum mehr als anderthalb Generationen ein abruptes Ende. Philipp Bayer stirbt im Januar 1910 dreiundsiebzigjährig, gerade als das eigene repräsentative Geschäftshaus in der Traisaer Gasse (Bahnhofstraße) 10 fertiggestellt ist. Sohn Peter kommt nur drei Monate später knapp zweiundvierzigjährig bei einem tragischen Unfall ums Leben: Er schaut des Abends nach der Unruhe im Pferdestall, eines der aufgeregten Pferde bringt ihn nach rückwärts zu Fall. Er zieht sich schwere Schädelverletzungen zu, denen er vier Wochen später erliegt.

Mit dem Ableben von Vater Philipp und Sohn Peter endet die Bayersche Bautätigkeit, die Nieder-Ramstadt verändert hat. Die Witwe Peters führt das Bauunternehmen, die Schreinerei, die Glaserei, die Ziegelei und den Baustoffhandel zunächst weiter, neu dazu eine Lohndrescherei. Noch nicht fertiggestellte Häuser muß sie vorzeitig verkaufen.

Die Existenz der Ziegelei ist obsolet geworden, sie wird ja fast ausschließlich für die Versorgung der eigenen Baustellen betrieben. Die vorliegenden Rechnungen beweisen zwar weitere Verkäufe aus der Produktion von Ziegelsteinen. Der Umsatz ist aber wohl zu gering, um den „Russenplatz“ wirtschaftlich eigenständig weiterführen zu können.

Ein Jahr nach den Trauerfällen bricht die Spar- und Kreditkasse Nieder-Modau in einem reichsweit vielbeachteten
Bankenkrach zusammen. Ihr gehören die Mehrzahl von Handwerkern und Bauern im Modautal als Genossen an, auch Philipp und Peter Bayer zu ihren Lebzeiten. Durch eine Lücke im Bankenrecht, die nach dem Nieder-Modauer Konkurs in Reichsgesetzen geschlossen wird, haften alle Genossen mit ihrem gesamten Vermögen. Beide Witwen Bayer müssen einen umfangreichen Rechtsstreit gegen die Auffanggesellschaft führen und erreichen dabei einen Teilerfolg: Das Gericht läßt in einen Vergleich einen sozialen Aspekt einfließen, weil beide ursprünglichen Schuldner verstorben sind und der minderjährige Halbwaise Friedrich die wesentliche Mitverantwortung für den Fortbestand des Bayerhofes trägt. „Nur“ fünf von den noch nicht verkauften Neubauten gehen verloren. Bis zum Ersten Weltkrieg muß jedoch ein Betriebszweig nach dem anderen stillgelegt werden. Als Existenzgrundlage bleibt vorerst nur die Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft

Nach den Schicksalsschlägen in den Jahren 1910 und 1911 muß der junge Friedrich Bayer seine Ausbildung abbrechen, die ihn zum Architektur-Studium hat führen sollen – damit er in dem familiären Bauunternehmen als eigener Baumeister hätte mitwirken können. Nur fünfzehnjährig ist er der einzige „Mann“, um für Haus und Hof zu sorgen. Friedrich Bayer wird nicht Architekt, sondern übernimmt den landwirtschaftlichen Geschäftszweig, den einzigen, der vorerst verblieben ist. Der junge Bayer in der dritten hier beschriebenen Generation intensiviert eine erfolgreiche Landwirtschaft mit Unternehmergeist, der an Unternehmermut und -fleiß von Vater und Großvater erinnert.

1919 kann die Familie nach all den Nackenschlägen wieder nach vorne blicken. Friedrich heiratet 1920 Margaretha Walter, Tochter des Wilhelm Walter und seiner Frau Margarete geb. Vogel aus Traisa. 1921 wird ihnen Tochter Frieda, 1924 Tochter Hildegard geboren, die vierte Generation auf dem Bayerhof. Die Landwirtschaft rentiert sich und wird schnell zum größten Betrieb in Nieder-Ramstadt. Das Schwergewicht seiner Wirtschaft legt Friedrich Bayer auf den Ackerbau. Neben der weniger bedeutenden Viehhaltung spielen dagegen Pferdezucht und -haltung eine immer größere Rolle.

Der Hof ist längst im Westen mit einer großen Scheune und Nebengebäuden erweitert und hat damit seinen heutigen Zuschnitt erhalten.
Es finden wie früher in den handwerklichen Betrieben der Bayers auch in der jetzigen Landwirtschaft stets mehrere Arbeitskräfte vollzeitliche Anstellung, „mit Familienanschluß“, wie die Bilder von langen Tafeln beim Abendbrot zeigen. Während der Saisonarbeiten, vor allem während der Ernte, verdienen sich wieder einheimische Tagelöhnerinnen ein Zubrot. Auswärtige Saisonkräfte kommen sogar aus Polen und auch wieder aus Rußland. Die aufkommenden Maschinennutzungen erlauben die Ausdehnung der bewirtschafteten Flächen durch weitere Ankäufe aufgegebener Äckerchen von kleinbäuerlichen Familien. Trotz der für den Einsatz moderner Maschinen hinderlichen engen Tallage Nieder-Ramstadts entsteht ein für Odenwälder Verhältnisse sehr leistungsfähiger Betrieb.

Im Zuge des Ausbaues der Landwirtschaft errichten die jungen Eheleute Friedrich und Margaretha auf dem oberen Pfaffenberg zusammen mit einem örtlichen Schweinehändler eine Schweinezuchtanlage mit Mitarbeiterwohnungen. Sie läßt sich jedoch wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in den 1920er Jahren nicht rentabel betreiben. Bayers bauen die Gebäude zunächst in Schlichtwohnungen um, die nach und nach – vor allem nachdem die Druckverhältnisse der Wasserleitung erhöht werden können – in fünf zeitgemäße Wohnungen ausgebaut werden, die heute noch bestehen. Im Umgangston der Einheimischen hat sich die Bezeichnung „Villa Ringelschwanz“ oder „Schweinevilla“bis heute erhalten.

Die Eheleute Friedrich und Margaretha errichten mit Mutter Barbara auch noch wenige Wohnhäuser, ohne an die vielfältige, ja hektische Bautätigkeit von Eltern und Großeltern anknüpfen zu wollen. Die gesamtwirtschaftlichen Umstände lassen dies seinerzeit nicht tunlich erscheinen.

Der Fuhrbetrieb

Das junge Paar und Mutter Barbara bauen den im Jahr vor der Hochzeit gegründeten Fuhrbetrieb aus und suchen damit wieder ein tragfähiges wirt­schaftliches Fundament neben der Landwirtschaft zu schaffen, nachdem sie bis dahin nur gelegentlich Lohnfuhren übernehmen. Zugute kommen dem Fuhrbetrieb die zahlreichen Pferdegespanne, die damals ja noch für die Feldwirtschaft vorgehalten werden. Sie werden für die Aufträge von Stamm- und Gelegenheitskunden eingesetzt, auch zur Verstärkung von Gespannen bei der Bewältigung schwerer Lasten. Auf kritischen Streckenabschnitten werden ein drittes oder viertes Zugpferd vorgespannt.

Bayers Gespanne werden schnell bekannt, auch bei dem Gewerbe in der Region. Sie werden mit Daueraufträgen betraut und bewältigen beispielsweise den vollständigen Fuhrbetrieb für den Steinbruch Ober-Ramstadt. Täglich werden zwei Gespanne nach Ober-Ramstadt für die gewichtigen
Fuhren auf den Weg geschickt. 1927/28 laufen diese Auftragsfahrten – zuletzt noch mit einem Gespann – jedoch aus, nachdem in der damals schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land der Bedarf an Baumaterial und Bruchstein zurückgegangen ist.

Aber im Auftrag der Papiermühle befördern Bayers Fuhrleute weiterhin oft drei- bis viermal täglich Ballen von
Zellulose und Altpapier als Rohstoffe für die Papierherstellung sowie Kohlen vom Bahnhof zur Papierfabrik. Auf dem Rückweg schaffen die Gespanne das frisch erzeugte Papier zur Bahn.

Unsere Familie muß Vorbild sein für unsere Leute“, ein Wahlspruch von Friedrich Bayer. „Unsere Leute“, das sind die vollbeschäftigten Mitarbeiter, in der Mehrzahl aber Saison-Arbeitskräfte, Tagelöhner und Stundenlöhner. Familien- und Firmenchef Bayer greift damit eine „ Ideologie“ seiner Vorfahren auf mit den hohen Anforderungen an den persönlichen Einsatz der Familie bei der täglichen Arbeit, an den vorbildlichen Fleiß und die anstrengende Arbeitszeit. Die Töchter Frieda und Hildegard erfahren schon in früher Jugend, daß sie bei dieser Einbindung in die Betriebsabläufe von morgens früh bis abends spät Einbußen an selbstbestimmter Freizeit, nicht aber an Lebensfreude oder Lebensqualität hinnehmen müssen. Auch wenn der Vater lange gemütliche Winterabende abbricht und an frühes Aufstehen mahnt: „Wir müssen Vorbild sein!“

Der Zweite Weltkrieg: Vater Friedrich kann nach einem Reitunfall nicht zur Wehrmacht eingezogen werden. Die Kriegs-Administration hat schon deshalb ein Auge darauf, daß der wohl „kriegswichtige“ Betrieb ordentlich funktioniert. Einheimische Arbeitskräfte sind kriegsbedingt rar. Bayers haben deshalb eine Anzahl von „Fremdarbeitern“ zu beschäftigen, dazu eine Reihe von ausländischen Kriegsgefangenen. Das „Anstellungsverhältnis“ ist nicht vergleichbar mit der früheren Beschäftigung von Saisonarbeitern aus Osteuropa. Dennoch besteht ein korrektes Verhältnis zu den gezwungenen Mitarbeitern, wie Zeitzeugen bescheinigen. Einige den Krieg überdauernde Kontakte sind zu Freundschaften geworden. Mührs – die vierte Generation - sind sogar zu Gast im Hause eines ehemaligen französischen Kriegsgefangenen, als dessen Tochter Hochzeit feiert.

Die Pferde

Vater Friedrich ist mit seinen eigenen Pferden ein erfolgreicher Turnierreiter, hoch dekoriert für sportliches Reiten, aber auch für Zucht und Haltung. Diplome des Hauptverbandes für Zucht und Prüfung deutscher Pferde sowie der Deutschen Reiterlichen Vereinigung werden im Hause Mühr in Ehren gehalten.

Tochter Friedas Talent im Pferdesport fördert der Vater schon im Kindesalter und läßt ihr eine gediegene Ausbildung zukommen. Ihre aussichtsreiche Karriere wird im Krieg zerstört, weil alle Kräfte, der Menschen wie der Tiere, in der Landwirtschaft gebraucht werden – die Nahrungsmittel-Erzeugung hat Vorrang. Aber Frieda wird überregional bekannt mit der Fortsetzung der Zuchterfolge ihres Vaters.

Frieda „lebt“ mit ihren Pferden und verbringt jede freie Minute im Stall. Es kommt nicht nur einmal vor, daß sie einer vertrauten Stute in ihrer schweren Stunde beisteht, mit dem frisch geborenen Fohlen das Strohlager teilt und die Stute Fohlen und Frieda gleichermaßen Wärme und Zuneigung zeigt.

Frieda Bayer heiratet im Jahre
1946 den Kfz.-Fachmann Ernst Mühr aus dem Sauerland. Schwester Hildegard heiratet 1948 den Landwirt Fritz Neumeister aus Nieder-Ramstadt. Vater Friedrich hat schon bald nach dem Krieg, als die wirtschaftlichen Verhältnisse sich wieder ordnen, vor, den landwirtschaftlichen Betrieb auszusiedeln, das heißt, den Hof außerhalb des engen Dorfes, möglichst inmitten der eigenen Felder, neu zu bauen. Die Überlegung drängt wegen der umständlichen, weil engen Toreinfahrt von der schmalen Bahnhofstraße für die modernen Landmaschinen.

Neumeisters übernehmen 1968 den landwirtschaftlichen Betrieb, errichten den neuen, modernen Hof an der Münstergasse und „siedeln aus“. Mührs übernehmen die Hofreite in der Bahnhofstraße. Friedrich Bayer stirbt 1976, seine Frau ist ihm um 10 Jahre vorausgegangen.

Text:
Volker Teutschländer


Quelle:
Frieda Mühr geb. Bayer



Ehepaar Philipp und Lisette Bayer

 

Ehepaar Peter und Barbara Bayer



Nieder-Ramstadt vom Wingertsberg:
Der Straßenzug der Stiftstraße (rechts) und der Steinstraße (links)
entstammen der Städteplanung
und Bauausführung der Handwerkerfamilie Bayer






Markante Gebäude der örtlichen Infrastruktur der Bauunternehmung Bayer:
Der Bayerische Hof, heute Kulturhalle
(oben)
das Chausseehaus, Aufn. um 1908 (mitte),
das Postamt, Aufn. Um 1950 (unten)



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Friedrich Bayer und Tochter Friede
beim Festzug 1950

Das Geschäftshaus von 1910
(Aufnahme 2010)





Blick in den heutigen Hof
entlang der ehemaligen Holzwerkstätten.
Oben
im Vordergrund Hausherr Ernst Mühr,
im Hintergrund Teil des ehemaligen Geschäfts- und heutigen Wohnhauses.
nach Osten
zu den Scheunen