Startseite

Frankenstein Freizeit Gemeinschaft Geografie Geschichte Mühlen Sehenswert

 

 

 

 . Inhalt

Geschichte > Nieder-Beerbach

Stand: 26.12.2012

 

 

 



 

Das Turnerdenkmal auf dem Frankenstein


Der erste „Turngang“ der Turner aus den Turnerbezirken der Turnvereine im Juni 1902 war der Zündfunke für das spätere Bergturnfest auf dem Frankenstein, wo die Vereine der nahen Umgebung, vornehmlich der Turnverein 1894 Nieder-Beerbach, über die Jahre naturnahe Wettkampfstätten für volkstümliche leichtathletische Wettbewerbe schufen und bis heute unterhalten. Die Burg Frankenstein wurde zu einer beliebten Anlaufstätte der Turner aus der Region, das Bergturnfest des heutigen Turngaues Main-Rhein eines der bekanntesten und beliebtesten Veranstaltungen dieser Art mit inzwischen mehr als hundertjähriger Tradition.

Zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen 900 Turner plante der Turngau schon ab 1919 eine Gedenkstätte auf dem Frankenstein. 1922 wurden die Planungen konkret, kamen aber wegen der Inflation im Reich nicht über die Grundsteinlegung hinaus. Erst 1927 ließ das Spendenaufkommen die Finanzierung eines Planungsentwurfes von Heinrich Dieter (Eberstadt) zu, für den sich ein Ausschuß des Turngaues entschied.

Das Ehrenmal wurde aus heimischem Odenwald-Gestein aufgerichtet. Die Front ist über die gesamte Höhe von 6,50 Meter von einem auf der Spitze stehenden Schwert geteilt. Das Schwertband trägt die Inschrift „Gedenket der Toten und dessen, wofür sie starben“. In Höhe des Schwertbandes umgibt die drei anderen Seiten der Text: „Zu ehrendem Gedenken seiner im großen Krieg 1914 – 18 gefallenen treuen Turnbrüder errichtet durch dem Main-Rhein-Gau des 9. Kreises Mittelrhein der Deutschen Turnerschaft“.

Bei der Einweihung des Denkmals versammelten sich 1200 Teilnehmer unter dem Frankenstein.



Text:
Volker Teutschländer








Das Denkmal
zum Gedenken an die gefallenen Turner
des Turngaues Main-Rhein



Kranzniederlegung am Denkmal



Die naturnahen Sportanlagen
nach der Burg Frankenstein
(Luftaufnahme von Georg Seeger)