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Geschichte > Nieder-Beerbach

Stand: 24.06.2012 

 


 

Vom Dreißigjährigen Krieg und der Pest


Schon zu Beginn des 17. Jh. wurde Nieder-Beerbach von der Pest betroffen. Am 29. Sept. 1613, so berichtet die berühmte Reichenbacher Chronik, starben Pfarrer Waldschmiedt (Waldschmitt, nach Dr. Scriba) und seine Ehefrau an der Pest, sie waren gewiss nicht die einzigen Opfer, denn um diese Zeit wurde der Vordere Odenwald von dieser furchtbaren Seuche heimgesucht, die dann in den dreißiger Jahren ihren Höhepunkt erreichte. 1636 ist nach einem Bericht

Nieder-Beerbach durch die Kriegswirren so verringert und ruinieret, dass es sich nicht verlohne, einen Pfarrer da zu halten“.


Möglicherweise war dies der Grund dafür, warum am 30. Juli 1611 die Totengebeine aus dem Karner (Beinhaus) von Nieder-Beerbach ohne besondere Zeremonie auf dem Friedhof begraben wurden, während an anderen Orten der Pfarrer oder der Superintendent den Grund für diese Maßnahme in besonderer Predigt darlegte.

Eine Liste von 1646 verzeichnet folgende Gemeinsleute: Hans Sömmermacher Schultheiß, Hans Ludwig Rauch, Ewalt Bender, (beide Gerichtsschöffen), Hans Bender, Johann Reuß, Velten Glock, Christian Seifriedt, Stoffel Heyer ( alle Gemeinsleute)“, die nach dem Chronisten Dr. Scriba ihr Feld mit Ochsen bestellten, das Dorf war weitgehend zerstört und entvölkert. Wie viele andere Orte hat sich Nieder-Beerbach auch bald wieder erholt, 1661 verzeichnet Dr. Scriba „30 Gemeinsleute [?], und 15 Fronbauern“.

Text:
Volker Teutschländer

Quelle
Heinz Bormuth