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Die Mühlen

Stand: 16. Juni 2013

 

 

 


 

Die Waldmühle auf dem Beerbach („Krämersmühle“)


1787
wird die Mühle erstmals urkundlich als „Gerbermühle" erwähnt.

1793
ist Heinrich Luckhaupt Besitzer der "Walkmühle".

1807
ist der Sohn Johannes Luckhaupt Müllermeister „auf der Walkmühle"

1809
wird das Anwesen versteigert.

1830
wird die Mühle unter Müllermeister Adam Krug immer noch als „Walkmühle" bezeichnet. Er hat eine Tochter des Vorbesitzers geheiratet.

1850
ist Müllermeister Georg Adam Peter Schneider aus Nieder-Beerbach der Besitzer. Er baut die Mühle zur Mahlmühle um. Davon zeugt die Inschrift über dem Torbogen: Erbaut 1850 G.A.P. Schneider"
Von hier an wird die Mühle auch als Schneidersmühle bezeichnet.

1890
ist Müller Johann Philipp Roßmann I. aus Nieder-Beerbach der Besitzer auf der „Waldmühle bei Nd.-Beerbach", in der Folge auch als „Roßmannsmühle" bezeichnet.

1923
wird eine Francis-Spiralturbine der Firma Schichau in Elbing (Ostpreußen) eingebaut, die gleiche Turbinenart, wie im Jahr zuvor in der Neuen Kaisermühle. Es ist die einzige Turbine am Beerbach, der bei seinem wechselndem, zeitweise niedrigem Wasserstand äußerst ungünstig für den Betrieb von Turbinen ist. Die Turbine wird von Schichau mit einer Leistung von 11,6 PS bei einer Wassermenge von 125 l/sek und 6,5 PS bei 70 l/sek angegeben - eine Leistung, die offenbar nie erreicht wurde, zumal der Mühlgraben durch seinen Verlauf am Waldrand vor allem im Herbst stark mit schädlichem Schmutz befrachtet war.

Ein Sauggasmotor, erworben von der Brückenmühle Nieder-Ramstadt, sollte den Antrieb unterstützen. Diese Kombination erwies sich aber als sehr störanfällig.

1924
übernimmt der Sohn Philipp Ludwig Roßmann die Mühle und eröffnet eine Gaststätte.

1925
übernehmen Karl Krämer und seine Ehefrau das Anwesen und betreiben neben der Mühle eine Landwirtschaft und die Gaststätte. In Nieder-Beerbach spricht man vom „Cafe". Karl Krämer stammt aus der oberhalb liegenden benachbarten „Krämersmühle".

1928
stellt Karl Krämer wieder auf Wasserradantrieb um. Das Rad hat einen Durchmesser von über 8,20 Meter und treibt neben der Mühle auch einen Generator zur Stromversorgung an.

1948
wird das Wasserrad letztmals durch den Mühlenbauer Georg Neuroth aus Nieder-Ramstadt erneuert, es besteht heute (2006) immer noch, allerdings funktionslos.

1850
baut Georg Adam Peter Schneider die Walkmühle zur Mahlmühle um.

1960
wird der Mühlenbetrieb eingestellt.

1978
Die Gaststätte besteht weiter, wird aber 1978 geschlossen - von der Bevölkerung der Umgebung und von vielen Wanderern sehr bedauert.

Das heutige Wohnanwesen bietet immer noch die Ansicht eines geschlossenen Mühlengehöftes des 19.Jahrhunderts.






 

Die Verfasser:
Karl-Heinrich Schanz

Volker Teutschländer






Der Rückblick im Luftbild aus den 1950er Jahren beweist, wie das bauliche Ensemble des Mühlengehöftes auch nach der Umnutzung zu Wohnzwecken erhalten wurde.



Ein Blick in den Innenhof einer modernen Wohnanlage, die ihre Vergangenheit nicht leugnet.



Das bestätigt die Luftaufnahme von Georg Seeger (1995)



D
as Mühlrad der Waldmühle, eines von 2 erhaltenen im Mühltal, war mit 8.20 m im Durchmesser das größte im Mühltal. 1948 wurde es letztmals saniert.