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Die Mühlen

Stand: 26. Aug 2012


 

Die Frankenbergersmühle

1707
erbaut Johann Ludwig Braun, der Pächter der Schleifmühle, die Mahl- und Sägemühle auf der sog. Langwiese. Baumaterial wird vom Abbruch der Glashütte gewonnen.

1742
ist Besitzerin die

"Ludwig Braun Witwe. Die Braunsche Mühl ist eigen"

1759
ist der Besitzer Philipp Jacob Frankenberger.

1813
nennt das Flurbuch Wilhelm Frankenberger als Besitzer.

Hat 2 Mahl- und 2 Schälgäng,wird von 2 Rädern getrieben, gibt 8 Malter Korn, 18 fl. der Herrschaft. Hofraith, Garten, Mühlbau, Scheuer, Schoppen. Stallung, Backhaus, Wiese hinter der Mühl."

1827
benennt das Brandkataster den Wert der Liegenschaft mit 9110 fl. Wilhelm Frankenberger war offenbar ein vermögender Müller. Laut Hypothekenbuch verleiht er in den Jahren zwischen 1846 und 1858 mehrfach Geld an Nieder-Ramstädter Bürger.

1859
gibt seine Witwe bei der Pferdemusterung 5 Pferde an.

1860
übernimmt Adam Dörner die Mühle. Das Brandkataster gibt an:

"Wohnhaus und Mühle 2stöckig, Wasserhaus, Schoppen und Schweinställe, Scheuer und Stall, Backhaus, Remise, Scheuer vor dem Hof.“

Dorothea Frankenberger behält ihren Wohnsitz auf der Mühle.

1870
nehmen Adam Dörner und seine Ehefrau Katharina, geb Walter einen Kedit von 14000 fl auf ihre Liegenschaft auf.

1896
nehmen die Eheleute Dörner nochmals 5000 Mark als Hypothek auf. Als Sicherheit werden Hofreite und Mühle mit 28000 Mark angegeben.

1902
hat Dörner den Mühlenbetrieb offenbar eingestellt, denn das Mühlengebäude wird als Wohnhaus bezeichnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg ist Admiral Kutter Besitzer der ehemaligen Mühle (Kuttersmühle). Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Familie Kloft Besitzer und betreibt noch eine Landwirtschaft. Heute (2005) ist die Frankenbergersmühle Wohnanlage und Standort von Dienstleistungsunternehmen.

 

Die Verfasser:
Karl-Heinrich Schanz

Volker Teutschländer




Im Tal der Mordach, dort wo es zwischen den steilen bewaldeten Hängen ganz eng wird und die Himmelsleiter zur Burg Frankenstein beginnt, steht die mächtige Frankenbergersmühle „auf der Mordach“. In der Blütezeit der Mühltaler Mühlenwirtschaft gehörten die Frankenberger zu den wohlhabenden unter den „Bachprinzen“, zugleich zu den ältesten Nieder-Ramstädter Sippen

Auch nach den Umbauten zur modernen Wohn- und Büroanlage sind Ansichten an die alte Mühlenhofreite geblieben.







Auch nach den Umbauten zur modernen Wohn- und Büroanlage sind Ansichten an die alte Mühlenhofreite geblieben.





Die Frankenbergersmühle in den 1950er Jahren.