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Die Mühlen

Stand: 7. Okt 2012

 

 

 






 

Dorfmühle, die „Frankensteiner Mühle“

1484-1529
hat Hans von Walbron Einkünfte von der Mühle des Konrad von Frankenstein zu Lehen

1549
wird sie

Frankensteinische Mühle“

genannt.

1629
heißt es:

"Mahlmühle, gehört dem Junker Eustachio von und zu Frankenstein"

Die Mühle ist eine Frankensteiner Erbleihmühle.

1630
heißt es:

Daselbst hat es eine Mahlmühle mit einem Gang, steht Frankenstein zu"

1662
geht die Mühle bei der Zahlung des 2. Ziels der Kaufsumme für die Burg Frankenstein an Hessen über.

1761
gehört sie Johann Adam Elwert.

1787
wird sie

Elwertsmühle"

genannt.

1813
ist Georg Ludwig Fischer der Besitzer.

1850
verzeichnet das Geschäftsbuch des Dorfschmieds W. Geibel aus Nieder-Ramstadt Arbeiten fur Müllermeister Georg Fischer.

Denkmaltopografie des Landkreises Darmstadt-Dieburg (1988):

An das alte Mühlengebäude aus dem 18. Jh. wird im 19. Jh. eine geschlossene U-förmige Hofanlage mit Scheunen- und Stallgebäuden angebaut und durch einen rundbogig geschlossenes Hoftor mit

Sandsteingewänden abgegrenzt (Stallungen 1826, Scheune 1824, Hofeinfahrt im Schlussstein dat. 1859,).


Das z.Zt. verkleidete zweigeschossige Haupthaus hat über einem massiven EG mit Sandsteingewänden ein Fachwerkgeschoss mit wohl ungestörtem Gefüge des 18. Jh., darauf verweisen Stichbogenfenster.

Der Denkmalwert der Anlage (= der Gesamtanlage der Hofreite) begründet sich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist sie Dokument für die Orts- und Wirtschaftsgeschichte. Zum anderen ist ein qualitätsvolles Fachwerkgefüge im Obergeschoß des Müllerhauses zu vermuten, das baukünstlerisch wertvoll ist. Zudem ist die Hofanlage des 19. Jh. bis ins Detail (z.B. Scheunentor und Fenster) original erhalten und vermittelt einen geschossenen historischen Eindruck eines Bauerngehöftes dieser Zeit, ist somit bau- und sozialgeschichtlich wertvoll einzustufen.

Zum Denkmalumfang gehören auch die
nach Süden anschließenden Grün- und Freiflächen einschließlich des Mühlbachs.“

1859
verewigt sich Fischer im Torbogen-Schlußstein:

Fischer 1859"

1863
nennt das Adreßbuch:

Georg Ludwig Fischer II: Müller mit Handel. Geschäftsbetrieb seit 28. Juli 1845"

1900
ist der Besitzer Konrad Roß I. Deshalb im Sprachgebrauch der Einheimischen auch „Roßsche Mühle“.

Die Familie Roß bemüht sich nach Kräften, die wertvolle Bausubstanz zu erhalten. Nur ein Teil davon wird für die kleine Landwirtschaft genutzt. Für die Dorfmühle gilt beispielhaft, was für andere gewesene und noch bestehende Mühlengehöfte, ja für die meisten denkmalgeschützten Gebäude gilt, daß nämlich der Erhalt der wertvollen Baulichkeiten für private Eigentümer kaum wirtschaftlich zu verkraften ist.

 

Die Verfasser:
Karl-Heinrich Schanz

Volker Teutschländer


unter Verwendung der Angaben von
Peter Germann (Bensheim)
und
Heinz Reitz (Reinheim)






Einfahrt zur Dorfmühle am Aufstieg zur Viehtrift



Ausfahrt durch den Torbogen



Eindrucksvoll ist das Geviert des Mühlenhofes mit Wasserhaus, Remisen, Ställen und dem überdachten Laderaum für die Fuhrwerke erhalten.



Wie in vielen anderen Mühlengehöften (und anderen denkmalgeschützten Objekten) stellt sich das Problem des enormen Unterhaltungsaufwandes.



Die Zeichnung von Herbert Wittgen aus den 1950er Jahren zeigt das mächtige Fachwerk des Mühlenhauses, bevor es unter Putz gelegt wurde



Schlußstein im Torbogen