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Die Mühlen (1)

Stand: 18. Dez 2012

 

 

 



 

67 Wassermühlen . . .

. . . klapperten einst im Einzugsgebiet der Modau,

also an ihrem Lauf von der Quelle auf der Neunkircher Höhe bis zur Mündung in den Rhein bei Stockstadt und ihren zahlreichen Nebenflüssen. Über 30 dieser ehemaligen Mühlenstandorte berührt ein Wanderweg, der hier durch das mittlere Modautal und seine Seitentäler beschrieben werden soll: 20 auf der Modau, 6 auf der Mordach, 4 auf dem Beerbach und 3 auf dem Waschenbach. „Politisch“ gehörten von ihnen 4 zu Nieder-Beerbach, 1 zu Waschenbach, 5 zu Eberstadt und 1 (später weitere 3) zu Ober-Ramstadt, der „Rest“ zu Nieder-Ramstadt .

Die hier so zahlreich wie in wenigen anderen Gegenden angesiedelten Mühlenbetriebe nutzten die Kraft des ausreichend verfügbaren Wassers, das hier in den engen Tälern der tief gegliederten Odenwald-Landschaft in günstigem Gefälle zu Tale strömt. Zum Vorteil der Wasserkraftnutzung kam die Gunst der schon damals vergleichsweise günstigen Verkehrslage zu den Märkten in den Städten in der Oberrheinebene, ja bis ins lothringische Metz und ins elsässische Straßburg. Der sich daraus ergebende Wirtschaftszweig mitsamt der Sekundärbetriebe brachte nicht nur den „Bachprinzen“, wie die Mühlen-Unternehmer wegen ihres wirtschaftlichen Erfolges genannt wurden, einen ansehnlichen Wohlstand, sondern einem Gutteil der Menschen in den Tälern rund sieben Jahrhunderte Arbeit und Brot.

Mühltal nennen die Menschen deshalb den mittleren Teil des Modautales. Das Gebiet der seit 1977 bestehenden neuen Gemeinde deckt sich großenteils mit jener Landschaft und trägt deshalb auch deren Namen.

Ob die Müller samt ihrem Personal angesichts ihres schweren Handwerks so rechte Lust und genug Zeit zum Wandern fanden, wie ihnen im Volkslied angedichtet, wissen wir nicht. Wer aber Lust hat, in einer Tageswanderung die Mühlenstandorte von einst abzugehen und sich ein wenig mit der Historie der Mühltaler Mühlen und der Landschaft links und rechts davon zu befassen, dem steht Informationsmaterial, verfaßt von den beiden Verfassern dieser Webseite, zur Verfügung, das als Taschenheft im Rathaus Mühltal bereitliegt oder beim Naturpark heruntergeladen werden kann. Entlang der Strecke bieten Infotafeln weitere Beschreibungen.

Verfasser:
Karl-Heinrich Schanz

Volker Teutschländer




Das Wandern

sei „des Müllers Lust“. Unsere Beschreibung will ein wenig solche Lust wecken, unseren schönen Teil der Odenwald-Landschaft und seine weithin intakte Natur zu erwandern. Sie soll aber auch heimatkundlich Interessierten Aufschluß geben über Geschichte und ehemals wirtschaftliche Bedeutung des Müller- und Bäckergewerbes für die Menschen im Mühltal, nämlich entlang der Modau und ihren Zuflüssen.


Die Beschreibung des Lehrpfades mit ausführlicher geschichtlicher Schilderung der Mühltaler Mühlen-Vergangenheit ist kostenlos erhältlich im
Rathaus Nieder-Ramstadt

Sie kann außerdem in PDF heruntergeladen werden beim UNESCO-Geopark Bergstraße Odenwald:


Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald:



Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM)





Hessischer Landesverein zur Erhaltung und Nutzung von Mühlen (HLM) e.V.





Französischer Mühlenverband