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Geschichte

Stand: 5. Dez 2012

 

 

 




 

Das Mühltal und die Gemeinde

Text:
Volker Teutschländer

 

Die Flächengemeinde im mittleren Modautal und in den Seitentälern ist am 1.1.1977 durch hessisches Landesgesetz entstanden. Der Name „Mühltal“ entspricht der althergebrachten Bezeichnung für diesen unteren Abschnitt des Modautales, bevor es unterhalb der Talenge am Kühlen Grund in die Oberrheinische Tiefebene einmündet.

Der Name verweist auf die jahrhundertelang hohe wirtschaftliche Bedeutung des Müller- (und Bäcker-)Gewerbes an diesem Teilstück des Modaulaufes und an den Zuflüssen von Waschenbach, Mordach und Beerbach aus deren Seitentälern.

Im früheren Sprachgebrauch der Einheimischen war das Mühltal im weiteren Sinne das Modautal in den Ortschaften Ober-Ramstadt, Nieder-Ramstadt und Eberstadt, im engeren Sinne aber die Talenge im Modaudurchbruch etwa von der Papiermühle flußabwärts bis zum Eintritt der Modau in die Rheinebene unterhalb des Kühlen Grundes. Heute wird meist ungenau in einem dritten Sinne von einem Mühltal gesprochen, das dem Talkessel in der Nieder-Ramstädter Gemarkung mitsamt den hier einmündenden Nebentälern entspricht (und damit recht genau dem Gemeindegebiet der heutigen Gemeinde Mühltal).

Die Entscheidung des Landesgesetzgebers für den Zuschnitt einer neuen Gemeinde Mühltal entsprach insofern der gegebenen naturräumlichen Gliederung. Die kommunale Dynamik, das bürgerschaftliche Bewußtsein und das ausgeprägte Eigenleben der örtlichen Gemeinschaften in den bis dahin fünf eigenständigen Gemeinden sprachen zwar nicht gegen einen Zuschnitt in der beschlossenen Form, aber gegen eine Auflösung der kommunalen Eigenständigkeit überhaupt.

Daten aus der Mühltaler Geschichte sind gewöhnlich Daten aus der jahrhundertealten Geschichte der ehemals selbständigen Gemeinden. Es waren dies im Zeitpunkt der Gründung der neuen Kommune die Gemeinden

 

Nieder-Ramstadt

Traisa

Nieder-Beerbach

Frankenhausen

 

In Erwartung des Unvermeidlichen hatte sich die Gemeinde

 

Waschenbach

 

bereits 1972 freiwillig in die Gemeinde Nieder-Ramstadt eingegliedert.

Auf dem Boden der damaligen Gemeinde Nieder-Ramstadt, aber abseits der bebauten Ortslage, bestehen die Siedlungen

 

Trautheim und

Mordach.

 

Diese Siedlungen hat die neue Gemeinde mit landesbehördlicher Genehmigung als Ortsbezirken gebildet, die sich deshalb als Ortsteile der Gesamtgemeinde auf Nieder-Ramstädter Gemarkung verstehen. Die Geschichte dieser Gemeindeteile wird an dieser Stelle mit der Geschichte Nieder-Ramstadts behandelt. Soweit von einer eigenständigen Entwicklung Trautheims seit 1871 gesprochen werden kann, wird unter „Trautheim“ darüber gesondert berichtet.