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Personalia

Stand: 21.10.2011

 

 

 



 

Heinz Bormuth (Nieder-Ramstadt) †

Text:
Volker Teutschländer




Heinz Bormuth †
1923 - 2010


 

200 Veröffentlichungen von Heinz Bormuth, teilweise verfaßt mit seinen Freunden aus der Heimatkunde und -forschung des Odenwaldes, umfaßt eine Bibliographie, die 2002 in den Geschichtsblättern des Kreises Bergstraße erschienen ist.

Heinz Bormuth ist seit 1968 mit einem breiten Spektrum von historisch-volkskundlichen und juristischen Veröffentlichungen, Vorträgen und Führungen an die Öffentlichkeit getreten“, heißt es darin. „Durch Herkunft, Interesse und beruflichen Werdegang mit Land und Leuten des Odenwaldes vertraut, hat er unermüdlich dieses Mittelgebirge mit seinem Vater, später mit seiner Ehefrau und mit Freunden auf Wanderungen durchstreift, in Gesprächen Stoff für seine Darstellungen gesammelt, ihn aufbereitet und in mühevollen Literatur- und Archivstudien berichtigt und ergänzt.“

Heinz Bormuth ist 1923 in Reichenbach geboren. Seine Familie zog aus beruflichen Gründen seines Vaters schon zwei Jahre später nach Darmstadt um. Achtzehnjährig wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, 1947 begann er seine Beamtenlaufbahn als Rechtspfleger beim Amtsgericht und war schließlich 40 Jahre Leiter des Grundbuchamtes Darmstadt. Dem Nachwuchs in seinem Beruf diente er als Mitglied der Prüfungskommission des Oberlandesgerichtes Frankfurt und als Dozent an der Verwaltungsfachhochschule Rotenburg.

In seiner heimatkundlichen und forschenden Arbeit seit den siebziger Jahren legte er einen Schwerpunkt auf die gefährdeten Kleindenkmäler, Steinkreuze, Bildstöcke und Grenzsteine. „Andere Themen seiner Forschungen galten dem Volksleben, der Arbeit der Bauern und Handwerker, der Volksfrömmigkeit und dem Brauchtum“, heißt es in der Würdigung der Geschichtsblätter für den Kreis Bergstraße weiter.

Heinz Bormuth arbeitete in mehreren heimatkundlichen Vereinen und Verbänden mit. Er war Gründungsmitglied im Arbeitskreis Flurdenkmäler, im wesentlichen getragen vom Breubergbund. Fast zwei Jahrzehnte war er Mitarbeiter bei der renommierten Zeitschrift „Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde“.

Heinz Bormuth ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises Heimatgeschichte Mühltal seit 2008. Auch hier ist er bereits als Autor von Beiträgen zur Geschichte des Mühltals hervorgetreten – die Zahl von 200 Publikationen (Stand 2000) ist nicht nur mit den Mühltaler Beiträgen längst überschritten. Schon vor Bildung des Arbeitskreises hatte sich Bormuth bereits mit Themen seiner Wahlheimat Nieder-Ramstadt befaßt: Die Geschichte der Glashütte in der Nieder-Ramstädter Mordach (1983) und Nieder-Ramstadt im Spiegel alter Karten (1988 gem. mit Rolf Reutter). 2008 zeichnete ihn der Hessische Ministerpräsident mit dem Landesehrenbrief aus.


Am 18. Dez. 2010 ist Heinz Bormuth gestorben.