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Personalia

Stand: 21.10.2011 

 

 

 


 

Kurt Bischoff (Nieder-Ramstadt)


Kurt Bischoff, 1934 in ein rheinhessisch Wormser Elternhaus hineingeboren, jedoch mit einem Odenwälder Zweig durch die Mutter aus Ober-Ramstadt. Am neuen Wohnsitz in Darmstadt (seit 1937) erlebte Kurt Bischoff als Kind viele Schrecken und Facetten des Krieges und des Bombenterrors. 1941 eingeschult wurde seine Schule schon zwei Jahre später wegen der ständigen Luftangriffe geschlossen – Bischoffs Klasse wurde nach Winterkasten im Odenwald evakuiert.

Der nicht einmal Zehnjährige fand ein Quartier (ohne eigenes Bett) auf einem Hof bei Kleinbauern, in deren Landwirtschaft er mithelfen mußte. Die „Heldengedenkfeier“ für einen gefallenen Sohn der Quartiergeber ließ den Jungen die Grausamkeit des Krieges erahnen, überdies als er bei Ferien zu Hause in Darmstadt die schon weitenteils zerstörte Altstadt sah.

Nach der totalen Zerstörung Darmstadts beim Luftangriff am 11. September 1944 schlugen sich Mutter und Großmutter nach Reichelsheim durch, um von dort zu Fuß zum Sohn nach Winterkasten zu gelangen. Es schien wie ein Wunder, daß es alsdann unter den Verhältnissen der letzten Kriegsmonate gelang, Möbel aus Großmutters Wormser Wohnung nach Winterkasten zu schaffen, wo der Bürgermeister den Bischoffs und den vielen anderen entwurzelten Familien ein Dach über dem Kopf verschaffen mußte.

Nach dem Kriegsende konnte in Winterkasten der Schulunterricht alsbald wieder aufgenommen werden. Kurt Bischoff wurde dann 1948 in die 8. Klasse der ehemaligen „Realgymnasialen Aufbauschule Darmstadt in Traisa“ aufgenommen. 1955 erhielt er im Schuldorf Bergstraße das Reifezeugnis, welches das Studium an der TH Darmstadt für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Biologie, Chemie und Erdkunde ermöglichte.Nach dem 1. und 2. Staatsexamen erhielt K. Bischoff seine erste Stelle an der Augustinerschule in Friedberg.

1972 zog er mit seiner Frau und drei Kindern nach Nieder-Ramstadt. Bis 1999 übte K. Bischoff seinen Lehrberuf an der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt aus. Über ehrenamtliche Tätigkeiten konnten praxisbezogene „Querverbindungen“ zum Lehrberuf hergestellt werden, so u.a.


in der KAUPIANA Vereinigung der Freunde und Förderer des Darmstädter Schul-Vivariums e.V.,
im Naturwissenschaftlichen Verein Darmstadt e.V.,
im Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND),
in der AGENDA-Gruppe, Mühltal.

Text:
Volker Teutschländer





Kurt Bischoff
2011